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Haplogruppen

berndsh1
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Haplogruppen

Beitrag 09 Januar 2021, 02:09

Hallo,

es wäre schön, wenn man die Haplogruppen auch per Hand eingeben könnten, da Geneanet leider die Haplogruppen von Living DNA Daten nicht erkennt.
Wird das bald möglich sein?

Mit freundlichen Grüßen,
Bernd Schmidt

tim52mer
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Re: Haplogruppen

Beitrag 11 Januar 2021, 12:54

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Haplogruppen werden derzeit noch nicht bei der Suche nach DNA-Übereinstimmungen
berücksichtigt.
Wenn diese Funktion bei uns hinzugefügt wurde, dann denken wir natürlich auch über die
Möglichkeit nach, die Haplogruppen von Hand einzugeben.

Vielen Dank für Ihren Kommentar und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Genealogie.

Mit freundlichen Grüßen,
i.A. Heinz Timmer

klynroer
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Re: Haplogruppen

Beitrag 21 Januar 2021, 17:42

Ist dies überhaupt sinnvoll? Bei den meisten scheitert es doch eher an der Lesbarkeit von schlampig geschriebenen Kirchenbucheintragungen; weniger an der genetischen Herkunft über die Zeiten.
Bei der Erforschung von Voreltern, bin ich persönlich eher über einen Namen vor 1648 amüsiert (z.B. der Name Quickstert), als über eine 8% DNA-Abstammung aus Italien.

So gesehen, interessieren frei verfügbare online-Kirchenbücher aus dem Rheinland wesentlicher (da sind die Westfalen flotter bei der Hand gewesen). Wenn Archive in Corona-Zeiten geschlossen sind, so muss die online-Aktivität zwangsläufig Priorität erhalten. Die DNA ist ein Mittel, welches aber die Buchforschung nicht ersetzen kann.

berndsh1
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Re: Haplogruppen

Beitrag 21 Januar 2021, 18:08

klynroer hat geschrieben:
21 Januar 2021, 17:42
Ist dies überhaupt sinnvoll? Bei den meisten scheitert es doch eher an der Lesbarkeit von schlampig geschriebenen Kirchenbucheintragungen; weniger an der genetischen Herkunft über die Zeiten.
Bei der Erforschung von Voreltern, bin ich persönlich eher über einen Namen vor 1648 amüsiert (z.B. der Name Quickstert), als über eine 8% DNA-Abstammung aus Italien.

So gesehen, interessieren frei verfügbare online-Kirchenbücher aus dem Rheinland wesentlicher (da sind die Westfalen flotter bei der Hand gewesen). Wenn Archive in Corona-Zeiten geschlossen sind, so muss die online-Aktivität zwangsläufig Priorität erhalten. Die DNA ist ein Mittel, welches aber die Buchforschung nicht ersetzen kann.
Ja und nein. Sie denken dabei doch eher an die Sinnhaftigkeit von DNA-Genealogie allgemein und nicht speziell über Haplogruppen?
Darüber streiten sich immer wieder Leute.
Mich interessieren "frei verfügbare online-Kirchenbücher aus dem Rheinland" überhaupt nicht, denn da habe ich meines Wissens keine Verwandten. Obwohl ich eine Vorfahrin habe, die 1798 in Bonn geboren sein soll, aber niemand konnte bisher ihre Geburt oder Heirat finden.
DNA ist EIN Mittel, genau wie Kirchenbücher. Sicher kann sie die Archivforschung nicht ersetzen, aber das will auch niemand, aber sie ist eine Ergänzung und kann kann wiederum leisten, was die Archive nicht können: feststellen, ob die angegebenen Eltern wirklich die Eltern sind.
Was Sie über "8% DNA-Abstammung aus Italien" schreiben ist die sogenannte Ethnizitäts-Angabe der DNA-Test-Anbieter. Die halte ich auch für relativ belanglos, denn wie sollte man wohl im Rheinland sagen, wer wieviel Anteile Franzose oder Deutscher ist, oder in meiner Gegend Deutscher oder Däne? Völlig unmöglich! Aber genau darum geht es bei der DNA-Genealogie auch nicht.
Z.B. mit den Haplogruppen kann man eine sehr grobe Einschätzung erhalten, wer väterlicherseits und mütterlicherseits verwandt und das weit über die Kirchbuchzeit hinaus.

klynroer
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Re: Haplogruppen

Beitrag 21 Januar 2021, 23:08

berndsh1 hat geschrieben:
21 Januar 2021, 18:08
Ja und nein. Sie denken dabei doch eher an die Sinnhaftigkeit von DNA-Genealogie allgemein und nicht speziell über Haplogruppen?
richtig. Meine Ahnen sind solche, welche ich 'erfassen' kann; keine welche in mystischen Zeiten einen Grundstock bildeten. Diese sind nicht fassbar weil ihnen die Individualität (der Name) fehlt.
Darüber streiten sich immer wieder Leute.
aber wir doch nicht?
Mich interessieren "frei verfügbare online-Kirchenbücher aus dem Rheinland" überhaupt nicht, denn da habe ich meines Wissens keine Verwandten. Obwohl ich eine Vorfahrin habe, die 1798 in Bonn geboren sein soll, aber niemand konnte bisher ihre Geburt oder Heirat finden.
die Ahnin mag eben aus dem Grunde der freien Verfügbarkeit von Kirchenbuchdaten, noch tief in der Vergangenheit versteckt sein.
DNA ist EIN Mittel, genau wie Kirchenbücher. Sicher kann sie die Archivforschung nicht ersetzen, aber das will auch niemand, aber sie ist eine Ergänzung und kann kann wiederum leisten, was die Archive nicht können: feststellen, ob die angegebenen Eltern wirklich die Eltern sind.
Ist das denn dann noch Ahnenforschung, wenn man Kuckuckskinder ausfindig machen möchte?
Was Sie über "8% DNA-Abstammung aus Italien" schreiben ist die sogenannte Ethnizitäts-Angabe der DNA-Test-Anbieter. Die halte ich auch für relativ belanglos, denn wie sollte man wohl im Rheinland sagen, wer wie viel Anteile Franzose oder Deutscher ist, oder in meiner Gegend Deutscher oder Däne? Völlig unmöglich! Aber genau darum geht es bei der DNA-Genealogie auch nicht.
Worum geht es denn dann bei der DNA-Genealogie?
Z.B. mit den Haplogruppen kann man eine sehr grobe Einschätzung erhalten, wer väterlicherseits und mütterlicherseits verwandt und das weit über die Kirchbuchzeit hinaus
Da fällt mir ein Spruch vom Wilhelm Busch ein, wo er über einen 'verrückten' Engländer sinniert welcher meinte: "hier bin ich ja sowieso, schön ist es auch anderswo".
mfg Peter Klein

berndsh1
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klynroer hat geschrieben:
21 Januar 2021, 23:08
Meine Ahnen sind solche, welche ich 'erfassen' kann; keine welche in mystischen Zeiten einen Grundstock bildeten. Diese sind nicht fassbar weil ihnen die Individualität (der Name) fehlt.
Dem stimme ich zu, auch wenn ich nicht sehe, dass der Name in einem Stammbaum der Person viel Individualität gibt.
So viele Namen in jedem Stammbaum, alles nur Daten, solange man nicht mehr über die Menschen weiß. Wie heißt es doch: Namen sind Schall und Rauch. Aber sie sind natürlich das notwendige Gerüst in der Familienforschung.
die Ahnin mag eben aus dem Grunde der freien Verfügbarkeit von Kirchenbuchdaten, noch tief in der Vergangenheit versteckt sein.
So tief ist 1798 ja nun nicht in der Vergangenheit. Freie Bücher gibt es einige aus der Gegend und viele, die diese Frau im Stammbaum haben, aber niemand hat bisher mehr über sie gefunden. Also hat sie sich bisher sehr gut vor uns Nachfahren versteckt :cry:
Ist das denn dann noch Ahnenforschung, wenn man Kuckuckskinder ausfindig machen möchte?
Ist das denn dann noch Ahnenforschung, wenn man die Vorfahren von jemand erforscht, der gar kein Ahne von dem Forscher ist?
Worum geht es denn dann bei der DNA-Genealogie?
Genau das gleiche wie bei jeder Genealogie: Verwandte finden, seine Familie erforschen!
Das übliche ist erstmal, dass man man Menschen findet, die auch einen Test gemacht haben und dann noch Übereinstimmung haben. Dann kann man durch Stammbaumvergleich herausfinden, wie man verwandt ist. Das Prinzip ist klar, hapert aber in der Praxis aber daran, dass noch zuwenige Tests gemacht haben.
Andere Möglichkeit: Verwandschaft belegen oder widerlegen.
Konkretes Beispiel: zwei Familienforscher kommen aus der gleichen Gegend und haben auch noch den gleichen Nachnamen. Nachdem sie lange erfolglos versucht haben herauszufinden, ob sie verwandt sind, die Kirchenbücher aber nicht weit genug zurück reichten, haben sie einen DNA-Test gemacht. Zwei unterschiedliche yDNA zeigen sofort, dass es zumindest auf der rein väterlichen Linie keinen gemeinsamen Vorfahren haben.

Wem es egal ist, ob die Daten in den Kirchenbüchern stimmen und sich auf den Standpunkt stellt: ich sammle das, was in den Büchern steht und mehr interessiert mich nicht, der soll das machen, ist ja alles eine Einstellungssache. Aber letztlich heißt das doch "verschone mich mit Fakten", man ignoriert mögliche Quellen.
Wenn man aber sagt, ich nehme das, was ich finde so hin, akzeptiere dass dabei einiges nicht stimmt und alles andere ist mir zuviel Aufwand, dann verstehe ich das eher.

Nochmal kurz und knapp: für mich ist die Genealogie das Suchen nach biologischen Verwandten.
Früher hatte man dafür nur die Möglichkeit der Archive und auch für mich ist immer noch die Hauptquelle und Hauptarbeit. Nun kommt aber noch die Möglichkeit hinzu diese Papierarbeit zu belegen oder zu widerlegen.

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