Kölner U-Bahn-Bau: Richter spricht am Freitag Urteil im Stadtarchiv-Prozess

Eingestellt von Jean-Yves am 09.10.2018
 

Es ist das allererste Mal im Prozess um den Einsturz des Stadtarchivs, das die beiden angeklagten KVB-Beschäftigten etwas sagten. „Ich habe mich in meinem Leben hoch gearbeitet, war ehrlich, fleißig, respektvoll, loyal“, betont Bauüberwacher Manfred A. mit belegter Stimme. Die Beschreibung der Staatsanwaltschaft, er sei „dumm-dämlich“, treffe nicht auf ihn zu. Andernfalls hätte sein Arbeitgeber ihn wohl nicht mit der Aufsicht auf der U-Bahn-Baustelle am Waidmarkt betraut.

Den Tod zweier Männer, die bei dem Unglück von Trümmerteilen erschlagen worden waren, hätte er gerne verhindert. Der gelernte Zimmermann und Hochbau-Polier gerät ins Stocken, er wirkt in diesem Augenblick so, als sei er den Tränen nah. Und dann fügt er noch hinzu: Dass seine Arbeitsleistung „so in Frage gestellt wird, das finde ich scheiße“.

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