Archive in Bayern: Das Gedächtnis der Gesellschaft droht zu zerbröseln

Eingestellt von Jean-Yves am 04.03.2019
 

Säurefraß, Brände, Insekten, Diebe und der Klimawandel sind die Hauptgefahren, gegen die sich die bayerischen Archive wappnen müssen.

Vor einigen Jahren hat das Staatsarchiv München interessierten Besuchern alte Polizeiakten vom Prozess gegen den Räuber Matthias Kneißl (1875-1902) gezeigt. Es bot sich ein erschreckendes Bild. Als der Ermittlungsakt geöffnet wurde, kamen vergilbte Blätter ans Tageslicht, die vom Rand her zerbröselten. Ein typisches Zeichen des Säurefraßes, der das Papier mit jeder Berührung weiter zerstört. Nur durch eine sofortige Entsäuerung konnten die historisch wertvollen Akten gerettet werden.

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